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	<title> &#187; Deutsch</title>
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		<title>Eavesdropping on applications with MioStar 0.1</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 14:07:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carrumba</dc:creator>
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		<description><![CDATA[http://let.de/index.php/eavesdropping-on-applications-with-miostar-0-1/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<glossarycode><h3>Deutsch</h3>
<p>Während den letzten zwei Wochen habe ich an einem neuen Tool gearbeitet, welches auf den Methoden des SkypeTrojaners aufbaut. Es sollen Programme überwacht und aus ihnen sensitive Daten extrahiert werden. Dazu müssen zwischen der laufenden Anwendung und dem Betriebssystem Zwischenfunktionen eingefügt, ge-hookt, werden. Bis ich die richtigen Funktionen gefunden hatte, hat zwar ein wenig Zeit gebraucht aber das Resultat ist zufriedenstellend und ich denke, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Momentan lassen sich Passwörter aus Google Chrome, Apple Safari, Windows Live (Instant Messenger + Mail), GoogleTalk, FireFirefox und Thunderbird extrahieren.  Zwar <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: SIN" target="_blank">sind</a> noch nicht alle Schwachpunkte optimal anfokusiert und der Datenabgriff könnte an treffsichereren stellen stattfinden, aber mit ein wenig mehr Zeit wird die Trefferquote, Zuverlässigkeit und der Umfang an abzuhörenden Programmen erweitert.</p>
<p><strong>Am 3. November um 13.00 (Schweizerzeit) wird der Quellcode für MioStar 0.1 veröffentlicht.</strong> Interessierte dürfen gerne den Code herunterladen, durchschauen und Kritik anbringen.<br />
In der selben Zeit habe ich den SkypeTrojaner für GoogleTalk umgeschrieben. Die Audiodaten werden mitgeschnitten, nach MP3 konvertiert und  gespeichert. Dieser Quellcode folgt nächste oder übernächste Woche. </p>
<h3>English</h3>
<p>Hello,</p>
<p>The last 2 weeks I have been working on a new tool, which is based on the methods of the Skype trojan. The objective is to surveil programs and extract sensible data from them. In order to do so you have to plant function hooks between the running program and the operating system. It took a while until i found the correct functions, but the result is satisfying and i think that I am on the right track. At the moment it is possible to extract passwords from Google Chrome, Apple Safari, Windows Live (Instant Messenger + Mail), GoogleTalk, FireFirefox and Thunderbird . For some programs there are better ways of attacking them, but with a little more time the procedures can be optimized.<br />
<strong>On the 3rd of November (1pm Swiss time) the MioStar source code will be relased.</strong> Those who are interested are welcome to download, explore, review and critizise it.<br />
Within the same time I have rewritten the SkypeTrojan code that way it can intercept GoogleTalk conversations. The audio data gets intercepted, converted to MP3 and saved. This source code will be released in the coming weeks. </p></glossarycode>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Swiss Information Security report</title>
		<link>http://www.megapanzer.com/2010/07/02/swiss-information-security-report/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 13:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carrumba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[News & media]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><br />
<h3)Informationssicherung - Lage in der Schweiz und international</h3>
<p></strong></p>
<p></p>
<p><strong>Skype Wanze als Quelltext veröffentlicht</strong><br />
<br />
Ende August 2009 veröffentlichte ein Schweizer Software-Entwickler den Quelltext eines Programmes, das die Kommunikation über Skype belauschen kann. Das Programm wird hierzu als Trojaner auf einen PC geschleust und schneidet die Audio-Daten der Gespräche mit, um diese dann als MP3-Dateien auf einen definierten Server zu laden. Dieser Trojaner hat zudem eine Selbstzerstörungsfunktion. Die Person, die den Quelltext veröffentlicht hatte, war selbst an der Entwicklung dieses Trojaners beteiligt und Mitarbeiter der Herstellerfirma ERA IT Solutions. 2006 wurde bekannt, dass auch der Bund den Einsatz eines Skype Trojaners dieser Firma getestet hat. Die Motivation der Veröffentlichung war nun anscheinend, dass der Entwickler mehr Licht in dieses dunkle Thema bringen wollte. Im Dezember hatte der Software-Entwickler den Quellcode des Abhörtrojaners für Skype 4 angepasst und den nicht kompletten Quellcode wiederum veröffentlicht. Die fehlenden Passagen sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.</p>
<p><em>Da Skype die Kommunikation zwischen zwei Teilnehmern verschlüsselt, ist es für die Strafverfolgung – im Gegensatz zum Fest- respektive Mobiltelefon – nicht einfach möglich, bei einer Strafuntersuchung ein entsprechendes Telefonat abzuhören. Diesen Umstand machen sich Kriminelle zu Nutze und führen ihre Gespräche mit Vorteil über Kanäle, auf die die Polizei keinen Zugriff hat. Falls ein Gespräch via Skype trotzdem abgehört werden soll, muss zwingend eine Software auf einem Computer der beiden Kommunikationsteilnehmer installiert werden.<br />
Wie bei der Veröffentlichung einer Zero-Day Lücke sollte der Publizierende auch hier eine Nutzen-Risiko Analyse durchführen. Sind der Nutzen der Aufklärung und auch der Nutzen eines allfälligen Druckes auf die Behörden, respektive auf die Softwarehersteller höher zu bewerten als das Risiko, dass das vorher vertrauliche Wissen nun auch in die Hände von Kriminellen gelangen kann.</em><br />
</p>
<p>Quelldokument : <a href="http://www.megapanzer.com/wp-content/uploads/Informationssicherung-_Lage_in_der_Schweiz_und_international.pdf">Informationssicherung</a></p>
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		<item>
		<title>Short interview with the WOZ (Wochenzeitung)</title>
		<link>http://www.megapanzer.com/2010/05/26/short-interview-with-the-woz-wochenzeitung/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 18:30:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carrumba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[News & media]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestrojan]]></category>
		<category><![CDATA[Government]]></category>
		<category><![CDATA[Swiss]]></category>
		<category><![CDATA[trojan]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><br />
<h3)Online-Durchsuchungen : Der Staat in deinem Computer</h3>
<p></strong></p>
<p><strong>Der Bund will mit heimlich eingeschleusten Trojanern Computer durchsuchen. Experten erklären, wie das funktioniert. Die Piratenpartei droht mit einem Referendum.</strong><br />
Die Strafverfolgungsbehörden wollen künftig Trojaner auf die Computer von Verdächtigen schleusen dürfen. Mithilfe dieser Überwachungsprogramme soll der Staat nicht nur verschlüsselte Mails oder verschlüsselte Internettelefonate (VoIP) mitverfolgen können, sondern sich auch gleich auf der Festplatte der überwachten Personen umsehen dürfen. «Es kann auf das ganze Datenverarbeitungsprogramm zugegriffen werden», so die offizielle Beschreibung.</p>
<p>Die neue Massnahme ist in einem Vernehmlassungsentwurf für ein überarbeitetes Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmelde verkehrs (Büpf) zu finden. Veröffentlicht wurde der Entwurf letzte Woche. Deutschschweizer Nachrichtenagenturen und Medien haben die neue Massnahme bisher nicht bemerkt.</p>
<p>Dabei betont sogar das Bundesamt für Justiz (BJ) in seinen Erläuterungen, um welch heiklen Eingriff in die Privatsphäre der Betroffenen es sich handelt: Mit dieser Technik könne auch auf Daten zugegriffen werden, welche nicht in Zusammenhang mit dem Überwachungszweck stünden und «die zur Privat- oder sogar Intimsphäre gehören». Als Beispiele werden «Fotos», «Filme» sowie «Korrespondenz» genannt.</p>
<p>Den geplanten Einsatz von Bundes trojanern rechtfertigt das Bundesamt für Justiz mit der zunehmend verschlüsselten Kommunikation von Verdächtigten, sei dies per Mail oder VoIP- Telefonie (beispielsweise Skype), die mit herkömmlichen Methoden nicht überwachbar sind. «Wir führen keine Statis tik darüber, wie viele Personen in der Schweiz verschlüsselte E-Mails verschicken», sagt Eva Zwahlen vom Bundesamt für Justiz auf Nachfrage. Heutzutage würden aber zahlreiche Mailsysteme die Verschlüsselung standardmässig ausführen.</p>
<p><strong>Passwörter mitlesen</strong><br />
(Bundes-)Trojaner sind Programme, die unbemerkt auf dem Rechner (oder dem Mobiltelefon) der zu überwachenden Person laufen. Einmal installiert, sind sie kaum zu entdecken. Übers Internet sendet der Trojaner Informationen an die Behörde. Diese erhält so Zugriff auf alle Dateien, kann die Tastatureingaben mitlesen (wodurch sie zu Verschlüsselungspasswörtern kommt) oder das System gar fernsteuern. Bei Laptops kann beispielsweise das Mikrofon eingeschaltet werden, was das unbemerkte Abhören von Gesprächen im Raum ermöglicht, in dem der Laptop steht.</p>
<p>Patrick Rohner, beim BJ zuständig für die Büpf-Revision, redet nicht gerne von Trojanern: «Der Begriff ist negativ besetzt. Der Staat ist ja kein Internetkrimineller, sondern handelt im Rahmen des Gesetzes.» Technisch sei mit den Programmen vieles möglich, räumt Rohner ein. Die Aktivierung von Laptopmikrofonen etwa hält er nicht nur technisch, sondern dank des vorgeschlagenen Gesetzes künftig auch juris tisch für möglich. Rohner betont aber, dass die Untersuchungsbehörden vor dem Einsatz der Trojaner verschiedene Verfahrenshürden nehmen müssen.</p>
<p>Das unbemerkte Einschleusen von Trojanern auf den Computer oder das Mobiltelefon des Verdächtigten ist anspruchsvoll. Wie das gehen könnte, erklärt ein IT-Experte mit Erfahrungen auf dem Gebiet. Er möchte anonym bleiben, nennen wir ihn Pit Schürmann: «Man müsste zuerst mittels herkömmlicher Überwachung das Verhalten der Zielperson analysieren, um einen geeigneten Weg zu finden, ihr den Trojaner unterzujubeln.» Getarnt als Freund der Person, könnte man ihr dann beispielsweise ein Computerspiel zusenden, in welchem sich der Trojaner versteckt. «Eine weitere Möglichkeit ist die Installation vor Ort im Rahmen einer verdeckten Polizeiaktion», so Schürmann.</p>
<p>Ruben Unteregger hat früher für die Schweizer Firma ERA IT Solutions gearbeitet. Bereits 2006 berichtete die «SonntagsZeitung», die Firma habe im Auftrag des Bundes Trojaner zur Überwachung von Skype-Gesprächen entwickelt. Letzten Sommer hat Ruben Unteregger Bausteine für solche Trojaner der Öffentlichkeit online zugänglich gemacht. Er geht davon aus, dass die Behörden zur Einschleusung von Trojanern weniger die «klassischen Hackermethoden» verwenden würden, sondern auf die Mithilfe der Provider zählten. «Nicht umsonst zwingt das neue Büpf diese ja zur Kooperation in diesem Punkt» (vgl. «Unternehmen zur Schnüffelei gezwungen» weiter unten). Mithilfe der Provider könne man sich in den Datenstrom einklinken. Wolle der Nutzer ein Programm aus dem Internet runter laden, könne man den Trojaner um das nachgefragte Programm herumwickeln, was eine «elegante Methode» und nur mittelmässig aufwändig sei, so Unter egger. «So würden zudem Antivirenprogramme umgangen, da es sich ja um einen legitimen, vom Benutzer initiierten Download handelt.»</p>
<p><strong>Alles Kinderpornografie?</strong><br />
Für Viktor Györffy, Anwalt und Präsident von grundrechte.ch, hat der Einsatz von Trojanern einen grundsätzlich anderen Charakter als die traditionelle Kommunikationsüberwachung. «Das ist, wie wenn Sie, statt die Briefe abzufangen und zu öffnen, den Schreibtisch aufbrechen und neben dem Büro gleich auch noch das Wohn- und das Schlafzimmer durchstöbern.» Man müsse sich bewusst sein, wie zentral die Computer für die Menschen geworden sind. «In ihnen bilden sich sehr grosse Teile unseres Lebens ab.» Es handle sich hier um einen «wahnsinnig einschneidenden Eingriff» in die Persönlichkeitsrechte eines Betroffenen, so Györffy.</p>
<p>Betroffen von Überwachungsmassnahmen (und damit auch von Trojaner angriffen) können Personen sein, bei denen der Verdacht besteht, ein bestimmtes Delikt begangen zu haben. Die Liste der Delikte, für welche das Gesetz eine solche Überwachung zulässt, verweist auf nicht weniger als 97 Strafartikel. Darunter Klassiker wie die Finanzierung einer terroristischen Organisation, verbotene Pornografie oder Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation, aber auch schwerere Drogendelikte, Diebstahl, Veruntreuung, Betrug, Sachbeschädigung mit hohem Schaden, unbefugte Datenbeschaffung, gewerbsmässiger Wucher, Drohung, Schreckung der Bevölkerung oder Störung des Eisenbahnverkehrs, um nur einige Beispiele zu nennen.</p>
<p>Patrick Rohner vom BJ betont, dass der Trojanereinsatz nur «doppelt subsidiär» angewandt werden soll. Bereits die herkömmliche Kommunikations überwachung werde nämlich nur bewilligt, wenn normale Untersuchungsmethoden nicht ausreichten. Nur wenn auch die Kommunikationsüberwachung «erfolglos geblieben» sei, etwa wenn der Verdächtige Mails verschlüsselt, komme es zum Einsatz der Trojaner. «Bei allen Kommunikationsüberwachungen gilt: Es braucht eine Bewilligung eines Gerichts», so Rohner. Beim Trojaner einsatz «muss der Staatsanwalt zudem die Art der Daten, die er will, genau angeben». So soll vermieden werden, dass auf Daten zugegriffen wird, die von vornherein nutzlos sind.</p>
<p>IT-Experte Pit Schürmann: «Ohne sich erst einmal durch die Dateien zu ackern, kann man sich kein abschliessendes Bild machen.» Es gebe zwar Spezialprogramme, die zum Beispiel automatisiert Kinderpornografie finden würden, schliesslich könne aber nur ein Mensch eine seriöse Durchsuchung garantieren. Viktor Györffy von grundrechte.ch: «Sind die Dateien einmal durchschnüffelt, dann ist die Privatsphäre bereits verletzt – egal, was dann weitergereicht wird und was nicht.»</p>
<p><strong>Hohe Kosten</strong><br />
Bezüglich Aufwand rede man bei einem Trojanerangriff nicht von fünf Stunden, sondern eher von fünfzig Stunden Arbeit – «bei Stundenansätzen von rund 250 Franken wird das schnell sehr teuer», sagt Pit Schürmann. Ruben Unteregger betont, dass man einen Trojaner nicht einfach schreiben und dann ewig einsetzen könne. «Die Programme müssen ständig gepflegt und erweitert werden, um mit der technischen Realität auf den Rechnern mitzuhalten.»</p>
<p>Patrick Rohner vom BJ zu den Kos ten: «Es ist teuer, weil es A-la-carte-Lösungen braucht. Die genauen Kosten kenne ich nicht. Wir reden in einem Fall vielleicht von 10 000, in einem anderen vielleicht von nur 1000 Franken.» Die Kosten würden für die Staatsanwälte ein weiterer Grund sein, diese Art der Überwachung sorgfältig zu prüfen, so Rohner.</p>
<p>Politischer Widerstand gegen die Büpf-Revision ist abzusehen. Zur Wehr setzen will sich etwa die Piratenpartei. Deren Präsident Denis Simonet zur WOZ: «Nützt Aufklärung nichts, so halten wir uns die Möglichkeit offen, das Referendum zu ergreifen.» Simonet weist darauf hin, dass laut Gesetzesentwurf nicht nur Verdächtige betroffen wären, sondern auch Leute aus dem engeren Umfeld der Verdächtigten. «Man findet in jedem Umfeld jemanden, den man eines Deliktes verdächtigen kann.» Wichtig sei es, nun eine Debatte über Überwachung an sich zu lancieren. «Schuldig ist man erst, wenn man verurteilt wurde», sagt der Piratenpräsident. «Das nennt sich Unschuldsvermutung.»</p>
<p><strong>Unternehmen zur Schnüffelei gezwungen</strong><br />
Heute bekommen Kommunikationsdienstleister für Überwachungen eine Entschädigung ausbezahlt. In der Praxis betrifft das vor allem Telefon- und Mobilfunkdienstleister sowie Anbieter von Internetzugängen (Access-Provider). Letztere müssen seit April dieses Jahres in der Lage sein, den gesamten Datenverkehr ihrer KundInnen bei Bedarf in Echtzeit mitzuschneiden, wie die WOZ letzten Sommer enthüllte (siehe WOZ Nr. 29/09). Neu müssen die sogenannten Randdaten aller Internet-, Mobil- und TelefonnutzerInnen während zwölf statt sechs Monaten gespeichert werden.</p>
<p>Die staatlichen Entschädigungen für Kommunikationsüberwachungen hingegen sollen wegfallen. Grössere Firmen protestieren bereits dagegen. Gegenüber der «Aargauer Zeitung» sprach etwa die Cablecom von «Zusatzkosten im sechsstelligen Bereich». Die Swisscom befürchtet, dass künftig auch die Anzahl der Behördenanfragen steigen wird.<br />
Kommt der vorliegende Entwurf für das Gesetz zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (Büpf) durch, erweitert sich zudem der Kreis jener beträchtlich, die auf eigene Kos ten die Überwachungsarbeit für den Staat erledigen müssen. Betroffen wären neu alle sogenannten «reinen Serviceprovider», darunter auch Kleinstbetriebe oder Privatpersonen, die Speicherplatz für Webseiten anbieten (Webhosting), sofern sie dies beruflich tun.</p>
<p>Das stellt gerade kleine Betriebe vor grosse Probleme: Silvan Gebhardt ist 23-jährig, Inhaber eines Start-up-­Unternehmens in Frauenfeld und spezialisiert auf Kommunikationslösungen für Unternehmen, die dank Gebhardts Firma OpenFactory über Internet telefonie kommunizieren können. «Was dieses Gesetz von mir verlangt, kostet mich zwei bis drei Monatsumsätze – noch bevor überhaupt eine Überwachung angeordnet wird.» Für seine GmbH mit zwei Angestellten sei dies «existenzbedrohend». Der Jungunternehmer, der schon als Dreizehnjähriger IT-Dienstleistungen angeboten hat, sagt: «Sollte das Gesetz so durchkommen, könnte ich es einfach ignorieren – und dabei eine Busse in ebenfalls existenzbedrohender Höhe riskieren.» Wer den Weisungen nicht Folge leistet, kann laut Büpf-Entwurf mit bis zu 100000 Franken gebüsst werden.</p>
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		<title>Report on 20min about SkypeTap for Skype 4 (deutsch)</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 13:19:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carrumba</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Internettelefonie über Skype galt eigentlich als sicher. Das dem nicht so ist, wurde im vergangenen Sommer bekannt. Der «SonntagsBlick» berichtete Ende August über Ruben Unteregger, der den Quelltext für einen entsprechenden Trojaner im Internet veröffentlicht hatte. Unteregger ist ein ehemaliger Mitarbeiter des Schwyzer Unternehmens Era IT Solutions . 2006 deckte die «SonntagsZeitung» auf, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.megapanzer.com/wp-content/uploads/newspaper.jpg"><img src="http://www.megapanzer.com/wp-content/uploads/newspaper-150x150.jpg" alt="" title="newspaper" width="75" height="75" class="alignright size-thumbnail wp-image-2595" /></a>Die Internettelefonie über Skype galt eigentlich als sicher. Das dem nicht so ist, wurde im vergangenen Sommer bekannt. Der «SonntagsBlick» berichtete Ende August über Ruben Unteregger, der den Quelltext für einen entsprechenden Trojaner im Internet veröffentlicht hatte. Unteregger ist ein ehemaliger Mitarbeiter des Schwyzer Unternehmens Era IT Solutions . 2006 deckte die «SonntagsZeitung» auf, dass der Bund bei dieser Firma eine Abhörsoftware für Skype-Telefonate in Auftrag gegeben hatte.</p>
<p>Nun hat Unteregger den Sourcecode über die Feiertage angepasst. Damit lassen sich auch Gespräche abhören, die mit der neusten Version der VoIP-Software geführt werden. «Im Internet stehen auf einschlägigen Seiten auch Programme zur Verfügung, mit denen sich die Mikrofone eines Rechners ansteuern lassen. Mein Ansatz bestand allerdings darin, die Skype-Applikation isoliert zu betrachten und alle Daten, die darüber laufen, abzufangen. Dafür muss der Trojaner auf den Rechner der Zielperson eingeschleust werden, was sich über verschiedene Wegen bewerkstelligen lässt», erklärt er im Gespräch mit 20 Minuten Online.<br />
<span id="more-3265"></span><br />
<strong>Trojaner steht im Web bereit</strong></p>
<p><img src="http://www.megapanzer.com/wp-content/uploads/PI85033-150x150.jpg" alt="" title="_PI85033" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-2683" />Das Update des Trojaners war keine grosse Sache, da Skype die bestehende Sicherheitslücke nach wie vor nicht behoben hat: «Ich habe lediglich ein paar Fehler ausgemerzt und die ganze Sache ein bisschen vereinfacht», so Unteregger. Auf seiner Webseite stellt er den Quelltext kostenlos zur Verfügung. Allerdings ist der Code nicht komplett. «Den Quellcode habe ich am 26. Dezember veröffentlicht, auf lauffähige Trojaner wurde wegen Missbrauchsgefahr bewusst verzichtet», sagt Unteregger. Die fehlenden Passagen sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen werden.</p>
<p><strong>Der PC wird zur Wanze</strong></p>
<p>Im den kommenden Monaten will Unteregger ein Programm veröffentlichen, mit dem sich PC-Mikrofone ansteuern und als Wanzen missbrauchen lassen. Damit soll die breite Öffentlichkeit auf die bestehenden Sicherheitsmängel aufmerksam gemacht werden.</p>
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		<title>Report on Gulli.com about SkypeTap for Skype 4 (deutsch)</title>
		<link>http://www.megapanzer.com/2009/12/27/report-on-gulli-com-about-skypetap-for-skype-4-deutsch/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 15:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carrumba</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ruben Unteregger aka Megapanzer demonstriert mit seiner Veröffentlichung, dass man auch die aktuelle Version der VoIP-Software Skype problemlos zum Abhören von Gesprächen missbrauchen kann. Der Programmierer arbeitete früher rund 7 Jahre für das Schweizer Unternehmen ERA IT Solutions und war dort für die Erstellung von Schadsoftware zuständig. Dem Unternehmen wird nachgesagt, dass sie auch im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.megapanzer.com/wp-content/uploads/newspaper.jpg"><img src="http://www.megapanzer.com/wp-content/uploads/newspaper-150x150.jpg" alt="" title="newspaper" width="75" height="75" class="alignright size-thumbnail wp-image-2595" /></a><strong>Ruben Unteregger aka Megapanzer demonstriert mit seiner Veröffentlichung, dass man auch die aktuelle Version der VoIP-Software Skype problemlos zum Abhören von Gesprächen missbrauchen kann.</strong></p>
<p>Der Programmierer arbeitete früher rund 7 Jahre für das Schweizer Unternehmen ERA IT Solutions und war dort für die Erstellung von Schadsoftware zuständig. Dem Unternehmen wird nachgesagt, dass sie auch im Auftrag staatlicher Stellen Trojaner und andere Schadsoftware produziert haben sollen.<br />
<span id="more-3245"></span><br />
Megapanzer (Ruben Unteregger) hat die freie Zeit über die Feiertage genutzt, um seinen alten Code aufzuräumen, Fehler zu beseitigen und den Code an die aktuelle Version von Skype anzupassen. Den Quellcode des Trojaners hat er veröffentlicht, um bewusst auf diese Sicherheitslücke hinzuweisen. Der Source kann von hier heruntergeladen werden. Im Rahmen unseres damaligen Interviews von vor drei Monaten sagte er über die Zukunft der staatlichen Überwachung:</p>
<p>&#8220;<em>Ich glaube (&#8230;), dass das Equipment der Behörden zur Überwachung und Strafverfolgung gut aufgestockt wurde. Es wäre an der Zeit, wenn die nächsten zwei, drei Schritte von der Gegenseite gemacht würden und dem Kontrollwahn ein wenig entgegengewirkt wird. Sobald die Welle aus Deutschland auch in die Schweiz überschwappt und man stetig das Gefühl vermittelt bekommt, dass einem jemand über die Schulter schaut, das hätte ich dann doch gerne anders.</p>
<p>Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung, Zensur, Raumüberwachung, Bewegungsprofil, Telefonie-, E-Mail- und SMS-Überwachung&#8230; das ist doch ein beachtliches und bedrohlich anmutendes Arsenal an Überwachungs- und Kontrollinstrumenten. Das sollte einem schon die Augen öffnen, den Leidensdruck ein wenig erhöhen, zum Nachdenken anregen und klar werden lassen, in welche Richtung es gehen kann oder wo wir gerade drinn stecken. Könnte man aufzeigen, dass einige dieser Dinge nicht die Sicherheit und den Schutz bieten können, unter welchem sie &#8220;verkauft&#8221; wurden und diese Nachricht würde dann auch in den Köpfen ankommen und die Idee wieder gekippt werden, das wäre ein guter Schritt in die richtige Richtung.</em>&#8220;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Interview with Tagesanzeiger (deutsch)</title>
		<link>http://www.megapanzer.com/2009/09/01/interview-with-tagesanzeiger-deutsch/</link>
		<comments>http://www.megapanzer.com/2009/09/01/interview-with-tagesanzeiger-deutsch/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 18:16:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carrumba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Stuff]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestrojaner]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Superintendent trojan]]></category>

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		<description><![CDATA[This article on the Swiss news paper Tagesanzeiger is from 2. September 2009. Wie kamen Sie auf die Idee, dieses Tool zu programmieren? Seit ich mich für Computer interessiere, das war mit 19, hat mich die Sicherheit am meisten fasziniert. Ich wollte verstehen, wie es möglich ist, die Schutzmechanismen der Computer auszuhebeln und zu umgehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<glossarycode><glossarycode><glossarycode><p>This article on the Swiss news paper Tagesanzeiger is from 2. September 2009.</p>
<p><strong>Wie kamen Sie auf die Idee, dieses Tool zu programmieren?</strong></p>
<p>Seit ich mich für Computer interessiere, das war mit 19, hat mich die Sicherheit am meisten fasziniert. Ich wollte verstehen,<br />
wie es möglich ist, die Schutzmechanismen der Computer auszuhebeln und zu umgehen. Ein Trojaner ist ein<br />
Werkzeug, womit dieses Ziel erreicht werden kann. Etwa um 2002 fing ich an mich durch Dokumente zu lesen, welche dieses<br />
Thema genauer erläuterte und parallel zum Lesen erstellte ich einen simplen Porototypen. Nach einigen Verbesserungen<br />
und dem plötzlichen Interesse der Behörden am Produkt dieser nächtlichen Aktivitäten wurde aus diesem privaten Projekt ein<br />
professionelles. Der nächste Schritt war, die Skype-Überwachung zu implementieren.</p>
<p><strong>Weshalb machen Sie den Code publik?</strong></p>
<p>Die Rechte an dieser Software wurden an mich abgetreten und ich habe nun sämtliche Freiheiten.<br />
Dieser Skype-Trojaner macht nichts anders oder besser als es die anderen Muster-Trojaner auf meiner Seite<br />
auch machen. Ausser : er schneidet Skype-Gespräche mit und lädt sie zu einem zentralen Server, der <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/?page_id=1272" title="Glossary: Dropzone" target="_blank">Dropzone</a>, hoch.<br />
Ich habe den Trojaner unter die anderen beiden eingereiht und den Code am 25. August veröffentlicht.<br />
Es geht mir haupsächlich um den Lerneffekt. Man soll den Code einsehen können, verstehen, Mängel und<br />
Unschönheiten erkennen und dies mitteilen und den Code auch erweitern.<br />
Einen anderen Zweck hat der SkypeTrojaner auch nicht mehr. Warum also nicht die Öffentlichkeit die Sourcen einsehen lassen.</p>
<p>Ist die Veröffentlichtung des Quellcodes nicht eine Einladung für kriminelle <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/?page_id=1220" title="Glossary: Hacker" target="_blank">Hacker</a>, diesen für ihre Zwecke zu missbrauchen?</p>
<p>Kriminell gesinnte können jeden Code zu unsinnigen Zwecken missbrauchen. Es bedarf meiner Meinung nach nicht eines Trojan Federal,<br />
um die Gefährdung noch grösser zu machen. Die Gegenseite verfügt über das selbe einschlägige Wissen der Gutgesinnten. Ihre Möglichkeiten<br />
werden durch diese Veröffentlichung nicht erweitert. Vielleicht werden die Möglichkeiten bei einigen ergänzt, aber dass die Situation bedrohlicher wird,<br />
davon gehe ich nicht aus.<br />
Wer aber am meisten davon profitiert ist die Öffentlichkeit selbst. Man wusste aufgrund Medienmitteilungen, dass es so etwas wie einen Trojan Federal gibt<br />
und dass dieser, gemäss einem Bericht von 10vor10, auch in der Schweiz bereits zum Einsatz kam. Die Behörden hüteten dieses Geheimnis so gut es ging und<br />
selten drang etwas über diese neue Wunderwaffe an die Öffentlichkeit. Man kann nun einsehen, wie dieses Schnüffelwerkzeug aussieht und sich von dessen Wirkung überzeugen.<br />
Ich finde es die angenehmere Variante zu wissen, dass es dieses Unding tatsächlich existiert und wie es aussieht, als immer davon ausgehen zu müssen, dass einem jemand<br />
über die Schulter schaut.</p>
<p><strong>Kann man Skype schon heute abhören?</strong></p>
<p>Skype war seit Anfang an eine Knacknuss und man hat krampfhaft versucht, Schwächen ausfindig zu machen. Was schlussendlich auch gelang.<br />
Skype bietet mindestens zwei Angriffspunkte, welche man nutzen kann, um es abzuhören.<br />
Es kursieren auch Gerüchte, dass Skype selbst Abhörschnittstellen eingebaut habe um auch in Ländern Fuss zu fassen, wo Zensur und<br />
Überwachung zum Alltag gehören. Aber das <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: SIN" target="_blank">sind</a> nur Gerüchte. Man kanns nicht beweisen und es ist nichts durchgesickert.</p>
<p><strong>Ihr Hintergrund: <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: SIN" target="_blank">Sind</a> Sie Programmierer? Alter?</strong></p>
<p>Ich bin Software-Entwickler, 33, wohnhaft in Sargans und zur Zeit vertraglich keiner Firma gegenüber zur Arbeit verpflichtet. </p></glossarycode></glossarycode></glossarycode>]]></content:encoded>
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		<title>Interview with Sonntagsblick (german)</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 18:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carrumba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Stuff]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestrojaner]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Superintendent trojan]]></category>

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		<description><![CDATA[This article on the Swiss news paper Sonntagsblick is from 30. August 2009 Können Sie in einfachen Worten erklären, wozu die Trojaner-Software (Minipanzer und Megapanzer) dient und welchen Zweck sie für den Auftraggeber erfüllen sollte? Mini- und Megapanzer sind trojanische Pferde, welche als Anschauungsmodelle dienen sollen und aus eigenem Interesse entwickelt wurden. Es sind keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<glossarycode><glossarycode><glossarycode><glossarycode><glossarycode><p>This article on the Swiss news paper Sonntagsblick is from 30. August 2009 </p>
<p><strong>Können Sie in einfachen Worten erklären, wozu die Trojaner-Software (Minipanzer und Megapanzer) dient und welchen Zweck sie für den Auftraggeber erfüllen sollte?</strong></p>
<p>Mini- und Megapanzer <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: SIN" target="_blank">sind</a> trojanische Pferde, welche als Anschauungsmodelle dienen sollen und aus eigenem Interesse<br />
entwickelt wurden. Es <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: SIN" target="_blank">sind</a> keine Auftragsarbeiten, was ich übrigens auch ablehne. Es soll  dem Interessierten erläutern,<br />
aus welchen Komponenten ein trojanisches Pferd besteht, wie es in sich strukturiert ist und welche Schadfunktionen es beinhalten kann.<br />
Der Fokus der beiden Programme ist E-Banking-Sicherheit. Schutzmechanismen sollen gezielt umgangen werden, was auch einwandfrei<br />
zu funktionieren scheint.<br />
Ein Aussenseiter in dieser Reihe ist der Skype-Trojaner, welcher dazu entwickelt wurde, Skypegespräche mitzuschneiden,<br />
wie der Name bereits erahnen lässt.</p>
<p><strong>Stand die Software schon einmal im Einsatz?</strong></p>
<p>Ein Antreffen von Mini- und Megapanzer in freier Wildbahn sollte ausgeschlossen sein. Die beiden Trojaner wurden bei den Antivirus-Software-Herstellern<br />
angekündigt und ihnen die notwendigen Dateien übergeben, damit sie von den beiden  Schädlingen Erkennungs-<a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: Signature" target="_blank">Signaturen</a> erstellen können.<br />
Da aber der Quellcode von Minipanzer zum Download zur Verfügung steht, kann leider nicht ganz ausgeschlossen werden, dass jemand<br />
eine Variante davon Programmiert. Megapanzer selbst wurde nicht veröffentlicht.</p>
<p>Über den Skype-Trojaner werde ich mich nicht äussern, da diesbezüglich Stillschweigen vereinbart wurde. </p>
<p><strong>Können herkömmliche <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: Firewall" target="_blank">Firewalls</a> resp. Viren- und <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/?page_id=1210" title="Glossary: Malware" target="_blank">Malware</a>-Scanner die Software identifizieren? Welche Sicherheitsvorkehrungen sollten Normalverbraucher treffen?</strong></p>
<p>Man kann einen Schädling nicht erkennen, wenn man nicht weiss, wie er aussieht oder wie er sich verhält. Solange die <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/?page_id=1210" title="Glossary: Malware" target="_blank">Malware</a>-Schutzsoftware nicht weiss,<br />
womit sie es zu tun hat, kann sich ein Schädling unbemerkt ausbreiten. Sollte irgendwann ein Schädling den AV-Software-Herstellern vorliegen,<br />
wird davon eine Erkennungs-Signatur erstellt, diese Signatur auf die Computer ihrer Kunden verteilt um sie so vor dem Schädling zu schützen. </p>
<p>Um gegen <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/?page_id=1210" title="Glossary: Malware" target="_blank">Malware</a>-Angriffe gewappnet zu sein, ist die Kombination von Antiviren-Software, Desktop-<a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: Firewall" target="_blank">Firewall</a> und Einhalten gewisser Verhaltensregeln<br />
zu empfehlen. Auch sollten die automatischen Updates des Betriebssystems und der Viren-Muster-Dateien aktiviert sein.<br />
Hält man sich an diese Grundregeln, befindet man sich auf der sichereren Seite.</p>
<p><strong>Stehen Sie nach wie vor unter Vertrag bei der ERA IT Solutions? Falls nicht: Weshalb wurde das Arbeitsverhältnis beendet?</strong></p>
<p>Ich habe die ERA IT Solutions im Mai 2008 verlassen. Die Jahre bei ERA IT waren lehrreich, spannend aber auch anspruchsvoll und absorbierend.<br />
Ich wollte mich danach anderen Herausforderungen stellen und arbeitete dann einige Monate in Kamerun in einer Informatikschule.<br />
In verschiedenen Kursen wurde den Schülern die ersten Schritte mit Computern beigebracht, wie man ein OpenOffice<br />
bedient um Bewerbungen zu schreiben oder eine kleine Buchhaltung führt. Das Thema Internet stand ebenfalls hoch im Kurs.<br />
Das Thema Trojanerbau stand dort nicht zur Debatte. Es gab andere Probleme zu lösen.</p>
<p><strong>Aus welchem Grund <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: SIN" target="_blank">sind</a> Sie nun Inhaber der Rechte an der Software?</strong></p>
<p>Die ERA IT Solutions hat mir vor einigen Wochen die Rechte des Skype-Trojaners Stand Juni 2008, als ich die Firma verliess, zugesprochen.<br />
Somit hatte ich sämtliche Freiheiten und konnte damit machen, wonach mir war. Ich entschied mich dann dafür, den Quellcode zu veröffentlichen.</p>
<p><strong>Sie haben den Quelltext des Trojaners vor kurzem auf Ihrer Internetseite veröffentlicht. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?</strong></p>
<p>Ich hatte die Rechte zugesprochen bekommen, hatte aber keine eigentliche Verwendung für den Trojaner. Warum sollte dieses Unding also nicht der Öffentlichkeit<br />
vorgestellt und erläutert werden, was die Gerüchteküche so brodeln liess. In der Schweiz war das Thema zwar nie so brisant wie in Deutschland,<br />
wo die Online-Durchsuchung/Überwachung Realität ist. Dennoch finde ich es angenehmer zu wissen, dass so etwas existiert und wie es aussieht.</p>
<p>Auch der daraus resultierende Lerneffekt ist vorteilhaft. Für mich und andere Programmierer. Der Code wird durchgelesen, Fehler, Unschönheiten oder<br />
Mängel entdeckt und mitgeteilt. Man ergänzt sein Wissen so gegenseitig, was doch äusserst praktisch ist.</p>
<p><strong>Besteht nicht die Gefahr, dass die Software missbraucht wird? </strong></p>
<p>Es ist natürlich nicht auszuschliessen, dass sich jemand dem Code bedienet und diesen für seinen eigenen Schädling verwenden wird.<br />
Die Antivirensoftware-Hersteller haben das Thema bereits aufgegriffen. Sie werden den Code durchgeschaut und Gegenmassnahme<br />
ergriffen haben.<br />
Ich würde es aber auch nicht als &#8220;Gefahr&#8221; bezeichnen. Dieser Trojaner ist keine Raketenforschung. Es gab  zwar einige Knackpunkte,<br />
die es zu lösen galt, aber die angewandten Methoden <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: SIN" target="_blank">sind</a> nicht nur mir bekannt sondern können auch der einschlägigen Literatur entnommen werden.</p>
<p><strong>Welche Art von Reaktionen haben Sie auf die Veröffentlichung hin bekommen?</strong></p>
<p>Die Reaktionen waren verschieden. Von Gratulation und Dank bis auch zu üblen Beschimpfungen war alles vorhanden.<br />
Aber generell äusserten sich die Leute positiv über die Veröffentlichung. Ich denke, die Mehrheit hat den<br />
überwiegenden positiven Nutzen darin erkannt.</p>
<p><strong>Ein Trojaner, dessen Quelltext öffentlich ist, kann seinen Zweck nicht mehr erfüllen. Warum haben Sie den Quelltext dennoch veröffentlicht? Von welcher Natur <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: SIN" target="_blank">sind</a> Ihre Beweggründe? (Politisch, moralisch, wirtschaftlich? etc.)</strong></p>
<p>Es war nicht die Absicht, ausserhalb eines Behördenmakrtes daraus Kapital schlagen zu wollen. Wer Viren schreibt und verbreitet, bewegt sich auf dünnem<br />
Eis und von Moral wäre gar keine Rede mehr. Es machte meiner Meinung nach mehr <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: SIN" target="_blank">Sinn</a> darüber zu informieren und aufzuzeigen was der oder &#8220;ein&#8221;<br />
Trojan Federal ist, wozu er eingesetzt werden kann aber auch, wie man sich dagegen schützen kann. </p>
<p><strong>Wie stehen Sie zur staatlichen Überwachung des Schweizer Datenverkehrs resp. Abhörung von VOIP-Gesprächen?</strong></p>
<p>Dass Telefongespräche abgehört werden können und das auch gemacht wird ist ja allgemein bekannt. Ob zu den überwachten<br />
Kommunikationskanälen noch das Handy oder VoIP hinzukommen, ist für mich nicht so weltbewegend wie die Tatsache, dass<br />
der Staat ebenfalls zum <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/?page_id=1220" title="Glossary: Hacker" target="_blank">Hacker</a> wird. Man schleust Trojaner bei Zielpersonen ein, um sie auszuspionieren. Wohl nicht nur<br />
um Skypegespräche zu belauschen, sondern auch Keyboards oder Bildschirme werden angezapft. Das ist ein Novum und löst<br />
Erklärungsbedarf aus.</p>
<p><strong>Wie lange schon beschäftigen Sie sich mit Software-Programmierung und was ist ihr beruflicher/akademischer Hintergrund? Was fasziniert Sie an ihrem Beruf?</strong></p>
<p>Programmierung hat mich eigentlich eher spät mit etwa 20 Jahren interessiert. Wirklich gelernt, was bei Software-Entwicklung wichtig ist habe ich<br />
dann bei einem Software-Ing. Studium.<br />
Das Interesse galt von Anfang an der Sicherheit, wie sich Systeme vor Angriffen schützen und wie diese Schutzmechanismen<br />
ausgehebelt oder umgangen werden können. Zu Beginn interessierten mich vor allem die Sicherheit von Server-Software, später<br />
als dieses Thema dann ausgereizt war, stiess Programmierung von <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/?page_id=1210" title="Glossary: Malware" target="_blank">Malware</a> in den Vordergrund.</p>
<p><strong>Für wen arbeiten Sie heute?</strong></p>
<p>Ich bin seit meinem Austritt aus der ERA IT im 2008 keine Arbeitsverpflichtung mehr eingegangen.</p></glossarycode></glossarycode></glossarycode></glossarycode></glossarycode>]]></content:encoded>
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		<title>Bundestrojaner/Superintendent trojan</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 12:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>carrumba</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor etwa 15 Monaten, im Mai 2008, habe ich beschlossen, meinen Job bei ERA IT Solutions aufzugeben. Die letzten Monate waren anstrengend, anspruchsvoll, absorbierend und der Entschluss, der IT-Branche für einige Zeit den Rücken zuzuwenden, zur Ruhe zu kommen und weiter Pläne zu schmieden war schnell gefasst. Ich wollte auf mehr oder weniger unbestimmte Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<glossarycode><glossarycode><p><img class="alignright size-full wp-image-2132" src="http://www.megapanzer.com/wp-content/uploads/trojan_horse.jpeg" alt="" width="100" height="96" /><br />
Vor etwa 15 Monaten, im Mai 2008, habe ich beschlossen, meinen Job bei ERA IT Solutions aufzugeben. Die letzten Monate waren anstrengend, anspruchsvoll, absorbierend und der Entschluss, der IT-Branche für einige Zeit den Rücken zuzuwenden, zur Ruhe zu kommen und weiter Pläne zu schmieden war schnell gefasst. Ich wollte auf mehr oder weniger unbestimmte Zeit etwas komplett anderes tun und neue Inspiration und neue Herausforderungen finden.<br />
So habe ich die Schweiz für einige Monate hinter mir gelassen um irgendwo im Dschungel in Afrika in einer Informatikschule Computer-Grundkurse zu unterrichten.<br />
<span id="more-2330"></span><br />
Alles war neu, alles war anders: Das Land, Kontinent, Kultur, Sprache, Hautfarbe, das Klima &#8230; Mehr als nur ein Klimawechsel. Die perfekte Ablenkung und nach einiger Zeit kamen nebst den typischen Tropenkrankheiten auch Motivation und Inspiration zurück. Das Resultat dieser Auszeit ist das, was ihr hier seht : Artikel, Dokumente, Programme und Programm-Code über <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/?page_id=1210" title="Glossary: Malware" target="_blank">Malware</a>-Programmierung.</p>
<p>Es <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/" title="Glossary: SIN" target="_blank">sind</a> nun 15 Monate vergangen. Für mich und offenbar auch für die Medien ist der Hype um den <a href="http://www.heise.de/newsticker/Kommissar-Trojaner--/meldung/79172">Bundestrojaner</a> deutlich weniger geworden. Was sich hinter den Kulissen abspielt, ob sich überhaupt etwas abspielt, entzieht sich auch meinen Kenntnissen. Nach Bekanntgabe meiner Kündigung wurden verständlicherweise auch keine weiteren Einblicke in das ganze Geschehen gewährt und ich nutze die selben Informationsquellen diesbezüglich wie jedermann.<br />
Vor einigen Tagen habe ich eine Email erhalten, in welcher mir die Urheberrechte über den Quellcode der eigenen &#8220;Bundestrojaner-Variante&#8221; uneingeschränkt zugesprochen wurden und ich frei darüber verfügen kann. Eine Entscheidung und Geste seitens ERA IT, welche ich sehr zu schätzen weiss.</p>
<p>Ich möchte hiermit ankündigen, dass der Quellcode dieser &#8220;Bundestrojaner&#8221;-Variante in absehbarer Zeit für jedermann unter der GP Lizenz verfügbar sein wird. Jedermann, der sich für <a class="glossaryLink" href="http://www.megapanzer.com/?page_id=1210" title="Glossary: Malware" target="_blank">Malware</a> interessiert, einen Einblick in diese Nische erhalten möchte oder sich schlicht für den Wahrheitsgehalt der damals kursierenden Gerüchte interssiert, ist dazu eingeladen, den Code einzusehen.</p>
<p>Der Quellcode wird anfang August veröffentlicht.</p></glossarycode></glossarycode>]]></content:encoded>
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